Therapieverfahren

 

Verhaltenstherapie

Bei der Verhaltenstherapie steht die Hilfe zur Selbsthilfe, sowie eine störungsorientierte Herangehensweise für den Patienten im Mittelpunkt. Nach einer ausführlichen Problemanalyse und Diagnostik werden wir gemeinsam die Ziele für die Therapie definieren und eine Einsicht in die Ursachen und die Entstehungsgeschichte Ihrer Thematik erarbeiten. Danach werde ich Sie darin unterstützen, dass Sie lernen, Ihr spezifisches Problem bestmöglich zu bewältigen. Ich wende dabei hauptsächlich eine moderne und integrative Form der Verhaltenstherapie an, die sowohl mit ihren Denk- und Verhaltensmustern arbeitet, als auch die Arbeit mit Vorstellungsbildern einbezieht und die therapeutische Beziehung als wichtigen Faktor für Veränderung nutzt.

 

Schematherapie

Die Schematherapie ist eine vielversprechende Weiterentwicklung der Verhaltenstherapie. Sie wurde vor allem für Patienten entwickelt, die entweder unter schwierigen oder stark wechselhaften zwischenmenschlichen Beziehungsmustern verschiedenster Art leiden, oder deren Symptome sehr variabel und schwer zu beeinflussen sind. Diagnostisch liegen häufig eine Persönlichkeitsstörung oder Persönlichkeitsakzentuierungen vor. Das emotionale Erleben wird bei diesem Ansatz stark in den Vordergrund der Bearbeitung gerückt. Dazu werden spezielle Interventionen wie Stuhldialoge oder Imaginationsübungen eingesetzt, um problematische Gefühle gut bearbeiten zu können. Ebenso werden verstärkt biografische Aspekte in die Therapie einbezogen, um aktuelle Probleme und Verhaltensmuster als Ergebnis ungünstiger Entwicklungsbedingungen verstehen zu können. Schließlich spielt auch die Therapiebeziehung eine herausragende Rolle, indem sie dem Patienten einerseits Halt und Schutz gibt, und andererseits als Übungsfeld für die Problembearbeitung genutzt wird.

 

Traumatherapie

Ein Psychotrauma ist eine seelische Wunde, die auf einzelne oder mehrere Ereignisse zurückgeht, bei denen im Zustand von extremer Angst und Hilflosigkeit die Verarbeitungsmöglichkeiten des Individuums überfordert waren. Solch ein traumatisierendes Ereignis führt bei etwa 20 % der Betroffenen zu posttraumatischen Belastungsstörungen. Woran können Sie erkennen, ob Sie an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden? Die drei hauptsächlichen Kriterien sind: 1) Einbrüche von traumatischen Erinnerungen in den Alltag, 2) Vermeidung von mit dem Trauma assoziierten Situationen, und 3) zeitweise starke körperliche und emotionale Erregungszustände. Bei den komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen kommen oft dissoziative Störungen hinzu (z. B. wenn man vergisst, was man in der letzten Stunde getan hat, oder wenn man nicht weiß wie man an einen bestimmten Ort gekommen ist). Inzwischen wurde ein breites Spektrum an Methoden in der Traumatherapie entwickelt. Durch meine fundierte Ausbildung in Psychotraumatologie kann ich diese Methoden bei der Bewältigung Ihrer Symptome effektiv einsetzen.

 

Achtsamkeitsbasierte Selbsterfahrung

In der Achtsamkeitsschulung lernen Sie, ihre Aufmerksamkeit bewusst für den gegenwärtigen Moment zu öffnen und ein annehmendes Gewahrsein darüber zu entwickeln, was von Augenblick zu Augenblick geschieht. Ein zentraler Wirkmechanismus regelmässiger Achtsamkeitsübung ist dabei die systematische Trennung von Beobachter und Beobachtetem. Wird diese Trennung über längere Zeit geübt, kann dies zu grundsätzlichen Veränderungen in der Selbst- und Weltsicht führen. Unser Bewusstsein verliert dann immer mehr seinen impulsiven und sprunghaften Charakter und die selbstbezogene Überlebenssicherung als Hauptziel der Bewusstseinsaktivität tritt zurück, um einem geduldigen, mitfühlenden und wohlwollenden Präsent-Sein Platz zu machen. Durch die Arbeit mit diesen Methoden wird es Ihnen im Laufe der Zeit möglich, ihr Leben bewusster zu führen und Beziehungen befriedigender zu gestalten.

 

 

 

 

 

 
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